Entscheidungsfindung bei Kindesanliegen

Ort
Kongresshaus Zürich, Claridenstrasse 7, 8002 Zürich Eingang G
Datum
Zielpublikum

Die Tagung richtet sich an Richter:innen, Mitarbeiter:innen der KESB, Rechtsanwält:innen, Kindsvertreter:innen, Gerichtsschreiber:innen, Beistandspersonen, Mitarbeiter:innen von Beratungsstellen und Sozialarbeiter:innen.

Inhalt

Wenn Kindesanliegen im Zentrum des Verfahrens stehen, sind Gerichtspersonen und Behördenmitglieder oft mit rechtlichen und psychologischen Herausforderungen konfrontiert. Die involvierten Parteien, Eltern und Fachpersonen sind alle besorgt um das Wohl des Kindes, sind sich aber uneinig darüber, was für das Kind das Beste wäre und ob für das Kind eine Gefährdung besteht. Dabei argumentieren alle Beteiligten mit dem «Kindeswohl». Nicht selten stehen Konflikte, Missverständnisse und Ängste im Raum, was die Entscheidungsfindung zusätzlich erschwert. Braucht das Kind Schutz und wenn ja, wovor?
Die für die Entscheidung verantwortliche Person kennt die Tragweite ihrer Entscheidung für das Kind und steht oft unter Zeitdruck. Wie soll der Entscheidungsprozess aus richterlicher bzw. behördlicher Sicht gestaltet werden? Welche rechtlichen und psychologischen Aspekte sind in welcher Priorität zu berücksichtigen?
Die Tagung greift wesentliche Herausforderungen und Strategien rund um die richterliche Entscheidungsfindung bei Kindesanliegen auf. Anhand von theoretischen Beiträgen und Praxisbeispielen wird aufgezeigt, wie der Entscheidungsprozess in komplexen familienrechtlichen Fällen fachgerecht gestaltet werden kann und wie sich Fehlerquellen frühzeitig erkennen lassen.
Das vermittelte Wissen kann auch im Verfahren beteiligten Fachpersonen (AnwältInnen, KindsvertreterInnen, Beistandspersonen) bei der Formulierung von Anträgen und beim Vorgehen bei Kindesanliegen helfen.